PerjuF - Perspektiven für junge Flüchtlinge

Die Maßnahme Perspektiven für junge Flüchtlinge stellt ein niedrigschwelliges Angebot im Vorfeld von Berufswahl, Ausbildung und Qualifizierung dar.

Aufgrund ihrer persönlichen Situation (bspw. Fluchthintergrund, fehlende Orientierung im deutschen Aus-bildungs- und Beschäftigungssystem, fehlende Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung in einem unbekannten Ausbildungssystem) kann ein Teil junger Flüchtlinge, bei denen die Schulpflicht erfüllt ist, noch nicht direkt in Ausbildung integriert oder u. a. im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme qualifiziert werden (§§ 51ff. SGB III). Im Rahmen der Maßnahme sollen diese jungen Flüchtlinge für eine Ausbildung oder für eine berufliche Qualifizierung motiviert und schrittweise an den Ausbildungsmarkt herangeführt werden (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III bzw. nach § 16 Absatz 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III).

Ziel ist es, den jungen Flüchtlingen Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem zu geben, ihnen ausreichende Kenntnisse über Zugangswege, Aufbau und Funktionsweise des deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zu vermitteln, damit sie eine eigenständige Berufswahlentscheidung treffen können und vorrangig eine Ausbildung aufnehmen.

Gegenstand der Maßnahme:

Heranführung an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, Kennenlernen der Rahmenbedingungen und Anforderungen in verschiedenen Ausbildungen und Berufsfeldern und der Arbeitswelt allgemein, unter Vermittlung der für eine berufliche Eingliederung notwendigen berufsbezogenen Sprachkenntnisse.

Teilnehmer:

Zur Zielgruppe gehören insbesondere junge Menschen unter 25 Jahren, die perspektivisch eine berufliche Ausbildung anstreben und Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang oder Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sind und die aufgrund ihrer persönlichen Situation (bspw. Fluchthintergrund, fehlende Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, fehlende Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung in einem unbekannten Ausbildungssystem) Hemmnisse aufweisen bzw. aufgrund sozialer Eingewöhnungsschwierigkeiten in einem fremden soziokulturellen Umfeld der besonderen Unterstützung bedürfen, um sie für eine Ausbildung und / oder für berufliche Qualifizierung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungsmarkt heranzuführen,

  • die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben,
  • über keine berufliche – in Deutschland anerkannte - Erstausbildung verfügen,
  • über keine bzw. geringe berufliche Erfahrung verfügen,
  • über Sprachkenntnisse verfügen, die es zulassen, den Inhalten der Maßnahme zu folgen und
  • wegen der in ihrer Person liegenden Gründe ohne diese Förderung nicht bzw. noch nicht eingegliedert werden können.
  • Eine Teilnahme von jungen Menschen mit Behinderungen ist möglich.

Inhalte:

  • Allgemeiner Grundlagenbereich
  • Bewerbungstraining
  • Schulden- und Suchtprävention
  • Grundlagen gesunder Lebensführung
  • Sprachförderung
  • Weitere Angebote nach Bedarf 
  • Sozialpädagogische Begleitung
  • Alltagshilfen
  • Hilfe bei Antragsstellungen
  • Hilfe bei individuellen Problemlagen 
  • Präventionsangebote